Notfall

Nomen est omen – unser Name „Kreislauf“ steht für das Wertrecycling historischer Kulturgüter. Oft mühevoll, zu oft in letzter Minute, retten
wir aus unumgänglichen Abrissen historische Baustoffe, um sie dann Interessenten anzubieten, die mit der Restaurierung eigener
Bauten eigene Ziele verfolgen.

Diese Bergungsaktionen sind aufwendig, aber auch teils spannend. Wir begegnen vor Ort unvergleichlichen Atmosphären, baulichen Zusammenhänge, maroder Vergänglichkeit, menschlicher Gleichgültigkeit und früherer Handwerkskunst. 










Selektiver Rückbau oder Bergung setzt fachlich richtiges Vorgehen voraus. Seit Jahren ist der Ablauf dazu gleich, auch wenn die Parameter dazu stets unterschiedlich sind.

Der Notfall 




Eine behördliche Abrissgenehmigung muss vorliegen, bevor wir bei einer kostenlosen Besichtigung die Tauglichkeit und die historische Bedeutsamkeit des gefährdeten Materials mit dem oft nicht unerheblichen Bergeaufwand abwägen.

Ist hier ein kostendeckender Rahmen gegeben, wird ein Bergungstermin vereinbart - die Diagnose lautet auf "Heilungschancen".

 


Die Einlieferung
 




Eine erfolgreiche Bergung mit der stets unterschiedlichen Transportlogistik endet innerhalb unserer Tore und damit fängt der eigentliche Aufwand an.

Die Überprüfung auf Vollständigkeit, Zugehörigkeit und Zustand bildet die Entscheidungsgrundlage, ob das Material direkt an den geeigneten Lagerort kommt, ob eine Reinigung und Entfernung moderner Verunstaltungen nötig wird, ob ganz spezielle Kulturgüter an Museen und Sammlungen weitergereicht werden oder ob Anfragen aus Wartelisten bedient werden können.


Die Diagnose
 



Jeder Abriss historischer Bauten, jede Bergung bedeutet Informationsverlust. Deshalb werden relevante Kulturgüter bereits vor Ort oder später bei uns dokumentiert: Dafür eignen sich Zeichnungen und Fotos sowie der schriftliche Befund mit Herkunftsnachweis und "Steckbrief".

In besonderen Fällen werden zur Altersbestimmung dendrochronologische Daten erhoben und als Fachleute versierte Hausforscher und/oder Archäologen hinzu gezogen. Nicht selten werden Aufmaße in besprochenen Genauigkeitsstufen erstellt.


Die Heilung
 



Zum Verkauf bestimmte Teile werden gereinigt, tw. instandgesetzt und aufgearbeitet, andere fertig restauriert. Dies setzt die Beteiligung erfahrener Restauratoren auf den Gebieten Holz, Metall, Putz und Stuck sowie Naturstein voraus, auf deren Erfahrung auch der Kunde zurückgreifen kann.

Wichtig ist eine anschließend fachgerechte Lagerung, die eine weitere Zerstörung der Kulturgüter verhindert. Der Präsentation in unseren Ausstellungshallen mit Anregungen zur Restaurierung und richtigen Verwendung wird hier eine große Bedeutung beigemessen. Dazu gehört eine fachlich fundierte, kostenlose Kundenberatung.