Idee

Man kann die Nützlichkeit einer Idee
anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie
vollkommen zu nutzen.
                                                                                                                                                 Johann Wolfgang von Goethe 

Die Kraft der Idee

Ein großer Teil von Bauabfällen entsteht beim Gebäudeabbruch in Form von Bauschutt. Beim konventionellen Gebäudeabbruch wird mit Abrissbirne und Bagger gearbeitet. Die Materialtrennung erfolgt im Rahmen gesetzlicher Vorgaben. Es entsteht minderwertiger und kaum nutzbarer Bauschutt, trotz teilweise nachgeschalteter Sortieranlagen. Der größte Teil landet auf den Deponien und wird energetisch umgesetzt.

Beim selektiven Gebäuderückbau wird größtenteils per Hand eine Trennung der Materialien bereits bei der Demontage erreicht. Beim gebräuchlichen Materialrecycling werden die Baumaterialien grob sortiert, durch Zerkleinerungsverfahren in eine andere Form gebracht und in verschiedenen Stufen aufgearbeitet. In den letzten Jahren sind hier verstärkt Bemühungen zu beobachten, die eine Verbesserung und auch Akzeptanz des Ausgangsproduktes erzielen sollen.

Das Ausgangsprodukt wird mit einigem Energieaufwand in einen quantitativen Massenbaustoff umgewandelt und wieder eingesetzt, z. B. im Straßenbau, im Neubau.
Nicht verwertbare Restmengen werden deponiert oder verbrannt.
Beim Produktrecycling werden beim Abbruch die brauchbaren Baumaterialien mit stark erhöhten Personalkosten sorgsam und unversehrt entnommen und unverändert eingesetzt:

"Mauerstein bleibt Mauerstein - Parkett bleibt Parkett - Gitter bleibt Gitter"

Dem Produktrecycling kommt im Sinne einer Ressourcenschonung und einer Energieeinsparung eine qualitativ höhere Bedeutung zu, man spricht deshalb auch von Wertrecycling.